Frühdefibrillation …
... ist eine lebensrettende Notfallmaßnahme beim plötzlichen Herzstillstand. Durch starke Stromstöße soll die normale Herzaktivität wieder hergestellt werden. Das dazu verwendete Gerät nennt man Defibrillator (kurz: Defi), es kann schon vor dem Eintreffen des Notarztes von Laien bedient werden.
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Defibrillatoren in allen GWN-Einrichtungen

Neuss (-nau) An allen Orten mit starkem Publikumsverkehr in Neuss soll es künftig Defibrillatoren geben. Mit diesem Beschluss wies der Hauptausschusses im März den Weg zu einer flächendeckenden Verteilung der kleinen Lebensretter. Diese Idee findet immer mehr Nachahmer. Zum Beispiel die Gemeinnützigen Werkstätten Neuss (GWN), die in fünf Betriebsstätten 850 Menschen mit Behinderung beschäftigen.

Der Anschaffung solcher Externer Defibrillatoren für das Gesamtunternehmen folgte jetzt eine erste Einführungsveranstaltung für das Personal. In Kooperation mit der Deutschen Herzstiftung und dem Lukaskrankenhaus ging es in der Betriebsstätte Königsberger Straße in Vorträgen auch um das Krankheitsbild Herzkammerflimmern. Dabei werde es nicht bleiben, sagt Roswitha Ney, Krankenschwester an der Königsberger Straße und vom DRK ausgebildete Leiterin von Erste-Hilfe-Kursen. „In den nächsten Erste-Hilfe-Lehrgängen im Oktober werden wir lernen, praktisch mit dem Externen Defibrillator umzugehen“, sagt sie.

Mit dem Defibrillator wird der plötzliche Herzstillstand behandelt, der ohne Vorwarnung eintritt. Und das kann eben auch etwa am Arbeitsplatz. Ein beherztes Eingreifen durch schnelle lebensrettende Maßnahmen bietet die Möglichkeit, die Leben vieler Infarktopfer zu retten. „Der Zeitrahmen für die Rettung ist bei einem Herzkollaps äußerst eng“, sagt Ney, die von einem beispiellosen Wettlauf gegen die Zeit spricht. Weil ein Notarzt mindestens sechs Minuten bis zum Einsatzort benötigt und schnelle Hilfe lebensrettend sein kann, haben die GWN „ergänzend zu unseren Erste-Hilfe-Lehrgängen, in denen die Herz-Lunge Wiederbelebung intensiv geübt wird, Defibrillatoren angeschafft“, erläutert Ney. Dadurch soll der Gesundheitsschutz im Unternehmen verbessert werden. Eine Maßnahme, die auch als Prophylaxe verstanden wird, denn bislang gab es keinen solchen Notfall in der GWN. Ney: „Aber wir werden älter – sowohl das Personal als auch die Mitarbeiter.“

Quelle: Neuss-Grevenbroicher Zeitung, 4. August 2011

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