Frühdefibrillation …
... ist eine lebensrettende Notfallmaßnahme beim plötzlichen Herzstillstand. Durch starke Stromstöße soll die normale Herzaktivität wieder hergestellt werden. Das dazu verwendete Gerät nennt man Defibrillator (kurz: Defi), es kann schon vor dem Eintreffen des Notarztes von Laien bedient werden.
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Neu: Defibrillator in der Marienkirche

In der Marienkirche hängt seit kurzem ein Laien-Defibrillator. Dieses medizinische Gerät kann von jedermann bedient werden und in Fällen des plötzlichen Herztods Leben retten.

Dem plötzlichen Herztod liegt in den meisten Fällen ein Kammerflimmern zu Grunde. Die Herzkammern schlagen plötzlich sehr schnell, unkontrolliert und unregelmäßig. Es wird kein Blut mehr durch Körper und Gehirn gepumpt, es kommt zu einem Kreislaufstillstand. Das Kammerflimmern wird durch Setzen eines elektrischen Schocks (Defibrillation) behandelt. Seit einigen Jahren ist die Frühdefibrillation durch nicht-ärztliche Rettungskräfte auf dem Vormarsch. Halbautomatische Defibrillatoren, die dem Ersthelfer über eine Sprachsteuerung die notwendigen Schritte mitteilen, werden mehr und mehr im öffentlichen Raum angebracht.

Seit gut zwei Wochen ist das nun auch in der Marienkirche der Fall. Dafür hat Dr. Wilhelm Jansen, Mitglied des Pfarrgemeinderates, mit Hilfe von Spendengeldern gesorgt, nachdem er selber einen Fall von plötzlichem Herztod im Gottesdienst erlebt hat. Der Mediziner erläutert: „Diese Geräte erklären sich mit Unterstützung von Bildern selbst. Es muss der Brustkorb freigelegt und die Klebeelektroden angelegt werden. Nur wenn das Gerät Kammerflimmern erkennt, gibt es Stromstöße ab.“

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